Schiffswerft
Mit dem Begriff die oder das Werft wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch das Flussufer bezeichnet, welches für den Handel, Reparaturen und Bau von Schiffen eingerichtet war. Die Helling oder der Helgen ist der klassische Schiffsbauplatz einer Werft. Zu einer Werft gehört heute ein überdachter Bauplatz, eine Schiffbauhalle oder ein geschütztes und überdachtes Baudock. Vor Baubeginn erhält jedes Schiff eine Baunummer. Meistens ist dies eine fortlaufende Nummer, welche die Anzahl der in dieser Werft hergestellten Schiffe aufzeigt. Ein Werft unterscheidet sich nach dem Typ der angefertigten Wasserfahrzeuge, z.B. Boots-, Binnenschiff- oder Seeschiffswerft. Der amerikanische Ingenieur Gilbert erfand im Jahr 1839 ein Schwimmdock, auf dem Schiffe repariert werden konnten. Diese speziellen Docks funktionieren ähnlich wie U-Boote. Zum Einfahren der Schiffe wird ein Dock geflutet. Dadurch taucht es ab und das reparaturbedürftige Schiff kann einfahren. Danach wird das Wasser aus den Tanks gepumpt oder mit Pressluft herausgedrückt. Das Schwimmdock taucht mit dem Schiff so weit auf, dass der Boden trocken ist und die Reparaturen vorgenommen werden können.